Der erste österreichische Roundtable zur Umweltphysiotherapie: Klimakompetenz als Zukunftsauftrag der Profession

Organisationsteam: Elena Fluch, Erik Hansen, Daniela Huber, Simone Luschin

Beim ersten österreichischen Roundtable am 21.11.2025 zur Umweltphysiotherapie kamen 16 engagierte Physiotherapeut:innen aus allen neun Bundesländern zusammen. Die Veranstaltung wurde als kooperatives Projekt mehrerer Hochschulen aus unterschiedlichen Bundesländern organisiert. Teilgenommen haben Expert:innen aus Lehre, Forschung, Berufspolitik und klinischer Praxis – ein starkes Signal für die wachsende Relevanz von Umwelt- und Klimathemen in der Physiotherapie.

Impulse aus Wissenschaft und Praxis

Ein einleitender Impulsvortrag stellte die Umweltphysiotherapie im österreichischen Gesundheitskontext vor. Thematisiert wurden unter anderem Emissionen im Gesundheitswesen, steigende Temperaturen sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf nichtübertragbare Erkrankungen. Die zentrale Erkenntnis: Klimawandel ist längst Teil des physiotherapeutischen Arbeitsalltags – nicht mehr nur ein Zukunftsszenario. 

Warum Klimakompetenz ins Berufsprofil gehört

Im anschließenden Dialog wurde intensiv diskutiert, warum Klimakompetenz ein integraler Bestandteil des physiotherapeutischen Berufsprofils sein muss. Dabei wurden auch die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Besonders hervorgehoben wurde, dass seit September 2024 Klimakompetenz im erweiterten Kompetenzprofil aller MTD-Berufe verankert ist – ein bedeutender Schritt hin zu einer zukunftsfähigen, resilienten Gesundheitsversorgung (>Bundesgesetz über die gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe MTD-Gesetz 2024 – MTDG). Auch die Planetary Health Charta 2030 unterzeichnet von über 40 nationalen Organisationen, wurde als zentraler Referenzrahmen für die Entwicklung gesundheitsbezogener Klimakompetenz diskutiert.

Vernetzung als Schlüssel

Im Fokus stand der Austausch bestehender Kompetenzen und Expertisen zwischen Hochschule, Praxis und Gesundheitspolitik. Einigkeit herrschte darüber, dass es nicht um das Ob, sondern um das Wie einer wirksamen Zusammenarbeit geht – und welche konkreten Schritte jetzt notwendig sind. Der zweiter Roundtable 2.0 ist bereits geplant und findet am 20.03.2026 statt. 

Fazit

Die Umweltphysiotherapie verfügt bereits über relevantes Wissen, Engagement und Erfahrung. Jetzt gilt es, diese Kräfte zu bündeln, Netzwerke zu stärken und gemeinsam ins Handeln zu kommen.
The time to act is now!